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Ergebnisse der Projektsteuerungsgruppe (PSG) zur Gemeindefusion - Statusbericht PDF Drucken E-Mail
Samstag, 06. Juni 2009 um 20:53
In der letzten 3 - Gemeindezeitung haben wir darüber berichtet, dass sich im Februar des Jahres Vertreter der Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände von St. Bernward, St. Michael und St. Eugenius als PSG getroffen haben, um vor dem Hintergrund des feststehenden Fusionstermins der drei Gemeinden rechtzeitig ohne Zeitdruck die notwendigen Dinge in Angriff zu nehmen. Als erstes konkretes Thema stand die Neuordnung der Gottesdienstzeiten im Vordergrund.

Am 3. Mai und am 21. Juni des Jahres hat die PSG in zwei Sitzungen ein neues Gottes-dienstmodell erarbeitet. Es war klar, dass dieses Thema wegen der Signalwirkung eine hohe emotionale Bedeutung besitzt und daher einer sofortigen Regelung bedurfte. Gottesdienst-zeiten haben für die Kirchgänger der Gemeinde quasi die gleiche Bedeutung wie die An-setzung der Spieltage und Anstoßzeiten in der Fußball-Bundesliga für Dauerkartenbesitzer von Hannover 96. Für die nicht regelmäßigen Kirchgänger ist daher die emotionale Bedeutung des Themas somit vielleicht besser nachvollziehbar…

Für das Gottesdienstmodell mussten verschiedene Ausgangsbedingungen zugrunde gelegt werden. So war zu berücksichtigen, dass lediglich 1 Pfarrer noch zur Verfügung steht, die bisherigen drei Kirchen für Gottesdienste weiterhin verwendet werden können und an jedem Sonntag zwei heilige Messen (9:30 Uhr und 11:00 Uhr) stattfinden, am Samstag um 18:00 Uhr ein Vorabendgottesdienst stattfindet.

Nach sehr intensiv geführten, handfesten Diskussionen, in denen der Heilige Geist auf den ersten Blick nicht zu erkennen war, konnte dann aber doch am Schluss eine gemeinsame Lösung verabschiedet werden. Hilfreich war dabei neben der neutralen Moderation der Sitzungen durch Mitarbeiter des Bistums auch der Wille der Beteiligten, einen Kompromiss im Sinne der Menschen der Gemeinden zu finden.

In Einzelnen sieht das Modell vor, dass am Sonntag um 11:00 Uhr die heilige Messe in St. Bernward stattfindet. Die Uhrzeit soll dazu dienen, Familien mit Kindern die Teilnahme am Gottesdienst zu ermöglichen. Sonntag um 9:30 Uhr findet eine heilige Messe in St. Michael bzw. St. Eugenius statt. Der Vorabendgottesdienst am Samstag um 18:00 Uhr findet eben-falls in St. Michael bzw. St. Eugenius statt. Beim Sonntagsgottesdienst und der Vorabend-messe erfolgt ein jährlicher Wechsel zwischen St. Michael und St. Eugenius. Mit dieser Rotationsregelung wird für St. Michael und St. Eugenius als jeweils kleinere Fusionspartner ein fairer Interessenausgleich gewährleistet. Weitere hier nicht näher dargestellte Regelungen wurden auch für die Werktagsgottesdienste getroffen.

Für den 22. November des Jahres steht als weiteres Thema die künftige organisatorische Aufbauorganisation der Gemeinde, also insbesondere die Gremienstruktur, auf der Agenda. Dabei ist erarbeiten, in welcher Form und mit welchen Zuständigkeiten die derzeitigen Gremien Pfarrgemeinderat/Kirchenvorstand in einer neuen fusionierten Gemeinde organisatorisch verankert werden.

Für das nächste Jahr ist als weiteres wichtiges Thema ist auch die künftige Diakonie, Kern-stück für die Menschen in der Gemeinde, zu regeln. Dabei darf man es getrost als Heraus-forderung ansehen, dass hierbei nicht nur die regelmäßigen Kirchgänger der Gemeinde, sondern auch die nicht regelmäßigen Kirchgänger und alle interessierten Menschen in den Stadteilen Döhren, Wülfel und Mittelfeld in seelsorgerische Konzepte eingebunden werden sollten.

Dies darf man ohne Zweifel als eine wichtige permanente Aufgabe der Katholischen Kirche als Weltkirche ansehen, einer Weltkirche, zu deren Teil auch der Süden Hannovers gehört.