Pfarrbrief - Newsletter
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| Wir wollen uns dafür einsetzen, dass Kinder in Uganda eine Zukunft haben! |
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| Freitag, 06. November 2009 um 14:41 | ||||
JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL Angefangen hat alles damals, vor nunmehr gut 10 Jahren, als ein schwarzer Priester aus Uganda die Urlaubsvertretung in unserer Gemeinde für einen Monat übernommen hatte.Father John Rwabunyoro, ist bald in den Herzen der Gemeindemitglieder angekommen und wird seitdem jedes Jahr sehnsüchtig erwartet. In seinem Heimatort Magoma bei Hoima wirkt er als Priester, und die Anrede, die man ihm dort (und auch hier) gegeben hat, kommt seinen Aufgaben wohl am Nächsten: „Father“ John – Vater ist er für viele Menschen dort. Er setzt sich ein für Kriegswitwen und –waisen. Aids und Ebola sind die Krankheiten, die dort eine hohe Sterblichkeit ausmachen. Zurück bleiben in den zerstörten Familien oftmals die Kleinsten und damit Schwächsten der Gesellschaft. Der Stammeskrieg, schon unter Idi Amin, zwang Kinder in eine unmenschliche Armee hinein und damit zu einem Leben als Kindersoldaten. Inmitten dieser Probleme steckt unser Father John. Ihm ist es wichtig, dass die Witwen eine Hilfe zur Selbsthilfe bekommen. Er unterstützt, indem er Ziegen und Schweine, Saatgut und Fahrräder an sie per Kredit verkauft und damit wirtschaften lässt. Vom erarbeiteten Erlös können sie ihre Schulden zurückzahlen und weiter wirtschaften. Das zurückbezahlte Geld kann dann an andere Bedürftige wieder als Kredit gegeben werden. Kleinprojekte mit großem Erfolg. Auf ähnliche Weise arbeitet auch Muhammad Yunus. Er bekam dafür den Nobelpreis. John ist es wichtig, dass die Kinder eine Schulausbildung bekommen, damit sie in ihrem Leben überhaupt eine Chance haben. Dabei sind diese Kinder vornehmlich Waisen, aber auch ehemalige Kindersoldaten, die eine neue Heimat, einen neuen Lebenssinn, bekommen müssen. Sein Anliegen ist sehr schnell auch ein Anliegen unserer Gemeinde geworden. „Wir wollen uns dafür einsetzten, dass Kinder in Uganda eine Zukunft haben“, das war der Ausspruch vieler Gemeindemitglieder. Wir versuchen Geld für Father John zu sammeln, das war der Grundgedanke. Ein Beispiel: Der Gemeinde ist eine kleine Bibliothek angeschlossen. Hierher lädt der Schmökercafekreis die Gemeinde und die Menschen der Umgebung regelmäßig zu Kaffee und Kuchen ein. Selbstverständlich selbstgebacken. Schmökern in den Büchern, Kaffee trinken, ins Gespräch kommen und ganz nebenbei den Erlös für Father John spenden, das ist hier der Grundgedanke. Anfänglich gab es Menschen die eine Patenschaft für ein Schulkind in Magoma übernahmen. Menschen, die einmal jährlich 150-200 € spendeten. Dann starteten wir die Aktion „Ziegen für Father John“. Für 35 € konnte man symbolisch eine Ziege erwerben. Mit dem Erlös von umgerechnet 100 Ziegen konnte Father John vielen Kriegswitwen eine Existenz ermöglichen. Der Diakon sorgte dafür, dass die Presse benachrichtigt wurde und bei Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Gemeinde immer wieder John´s Anliegen bekannt gemacht wurden. |





Angefangen hat alles damals, vor nunmehr gut 10 Jahren, als ein schwarzer Priester aus Uganda die Urlaubsvertretung in unserer Gemeinde für einen Monat übernommen hatte.